ERGO immer neue Unglaublichkeiten

Heute berichtet die FTD über neue Skandalgeschichten des zur Munich Re gehörenden Versicherungskonzern Ergo. Ergo-Vertreter haben danach 2009 Kunden mit beitragsfrei gestellten Lebensversicherungen geraten, die Verträge zu kündigen.

Die so aus den gekündigten Lebensversicherungen ausgezahlten Summen sollten sie dann in spezielle Unfallversicherungen der ERGO stecken. Dabei wurde den Betroffenen häufig verschwiegen, dass sie mit der Lebensversicherung in vielen Fällen auch Steuervorteile sowie die Zinsgarantie aufgeben, die bis zu vier Prozent beträgt. Einen „unglaublichen Vorgang, bei dem es nur um Abschlussprovisionen ging“, nennt das Lars Gatschke vom Verbraucherzentrale Bundesverband. „Einen Sinn für den Kunden kann man nicht nachvollziehen.“

Es wird Zeit, dass sich das Aufsichtsamt endlich mit dem Thema ERGO befasst, auch wenn die Lobby der Versicherungen noch so gross sein mag. So mancher Versicherer denkt „er steht über den Dingen“. Auch die Munich Re sollte hier resoluter reagieren.

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