Georgien: Gewalt gegen friedliche Demonstranten

Georgiens Präsident Saakaschwili geht mit Polizeigewalt gegen Regimegegner vor.

Bei einer friedlichen Demonstration von Saakaschwili-Gegnern wurden in der Nacht mindestens 37 Menschen durch heftigen Polizeieinsatz verletzt, zwei Einsatzkräfte starben. Die Polizisten seien mit Gummiknüppeln, Tränengas und Wasserwerfern gegen die Oppositionellen vorgegangen, obwohl diese sich friedlich verhalten hatten und keinen Widerstand zeigten. Von Seiten der Behörden wurde der gewaltsame Eingriff damit begründet, dass die Laufzeit für eine gemeldete Demonstration um Mitternacht auslief.

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch äußerte sich unterdessen empört über das gewaltsame Eingreifen des Innenministeriums, viele kritisieren das Verhalten als Verletzung der Menschenrechte.

Saakaschwili hat sich aufgrund autoritäre Methoden den Unmut der Bevölkerung zugezogen, die bereits in der Vergangenheit in blutigen Auseinandersetzungen mündeten.  Als Russland-Gegner will Saakaschwili Georgien nach eigenen Aussagen in die EU und in die NATO führen.

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