Offene Immobilienfonds

Offene Immobilienfonds sind in der Krise. Von den 24 für Privatanleger wichtigsten Fonds sind zehn geschlossen, drei weitere befinden sich in Auflösung. Drei Millionen Anleger bangen um ihr Geld.

Die Verbraucherzentrale Hamburg und das Institut für Finanz­dienst­leistungen (iff) bieten jetzt ein Informationspapier zum Thema offene Immobilienfonds an. Betroffene Anleger können sich über den aktuellen Status der wichtigsten offenen Immobilienfonds informieren und erhalten Tipps zum eigenen Vorgehen. Das NDR-Fernsehen berichtete in der Sendung „Markt“ am 21. März 2011, um 20.15 Uhr, unter dem Titel „Offene Immobilienfonds: Viele Anleger kommen nicht an ihr Geld“ (über die Mediathek auf ndr.de abrufbar).

Die einst als sichere Anlageform geltenden offenen Immobilienfonds stecken in der Krise. Als im Jahr 2008 vorwiegend institutionelle Anleger in großem Stil ihr Geld abzogen, gerieten zahlreiche Fonds in Liquiditätsnot und mussten die Anteilsrücknahme vorübergehend aussetzen. Derzeit sind von den 24 für Privatanleger wichtigsten offenen Immobilien­fonds noch immer zehn geschlossen. Drei weitere konnten auch nach einer zweijährigen Schließung die Rücknahme ihrer Anteile nicht wieder aufnehmen und befinden sich aktuell in Auflösung.

Betroffen von den Entwicklungen sind rund drei Millionen Anleger, die Anteile von offenen Immobilienfonds in ihrem Depot haben. Viele Anleger wissen nicht, wie sie sich verhalten sollen, und treffen möglicherweise falsche Entscheidungen. Das Informationspapier von Verbraucherzentrale und iff bietet Verbrauchern ständig aktualisierte Angaben über die am Markt befindlichen Fonds. Neben einem allgemeinen Überblick sind Angaben zu den Preisabschlägen, die beim Verkauf von Anteilen an geschlossenen Fonds an der Börse hinzunehmen sind, enthalten. Ebenso werden die Gesetzes­änderungen für einen besseren Schutz der Anleger und deren Folgen für die Anlageform beschrieben. Tipps zum Verhalten in ver­schie­denen Situationen sowie Kriterien für die eigenen Entscheidungen bieten Verbrauchern eine wertvolle Hilfe.

Quelle: VBZ Hamburg

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