Comeback der Windkraftfonds

Im Zuge der Energiewende wollen Emissionshäuser neue improvisierte Windkraftfonds auf den Markt bringen, die weniger Schwankungen unterworfen sind.

Der Hamburger Lloyd Fonds will bereits im Juni das sogennante Energie-Europa-Produkt für Investoren anbieten. Der Konkurrent Voigt & Collegen will nach Ende des Sommers folgen. Damit scheint sich die erste Brise für einen aufkommenden Windkraft-Kurs einzustellen.  Nach der vorerst auf Eis gelegten AKW-Laufzeitverlängerung setzen Initiatoren wieder schrittweise auf Windkraftbeteiligungsmodelle, die in der Vergangenheit weniger lukrativ waren. Jetzt will man neue stabilere Produkte auf den Markt bringen.

Anfang des Jahrtausends waren Windkraft-Fonds bei den Anlegern äußerst beliebt. Damals brachte man Produkte auf den Markt , die als Steuersparmodelle konzipiert waren und zu 85 Prozent über Kredite finanziert wurden. Allerdings waren die Prognosen für das Windaufkommen zu unsicher, und die Generatoren anfälliger als erwartet. Die Energieträger reichten bald nicht mehr aus, um die Forderungen zu bedienen, und viele Fonds mussten in Insolvenz gehen.

Mittlerweile hat man aus der Vergangenheit gelernt und will die Energiewende nutzen. Die neuen Windkraftfonds werden deutlich konservativer gestrickt und über weniger Kredite finanziert. Zudem will man für eine stärkere Versifizierung die Produkte mit Solarenergie sowie Biomasse- und Geothermikkraftwerken durchmischen und dadurch Schwankungen beim Windaufkommen ausgleichen.

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