EHEC: Sprossen bisher nur heiße Spur

Nach Meinung des Bundesgesundheitsministers Daniel Bahr ist aber noch keine Entwarnung in Sicht. Die labortechnische Prüfung der Sprossen läuft unterdessen.

Die Indizien für einen Infektionsherd bei Sprossen in einem Agrarbetrieb im niedersächsischen Uelzen sind nicht von der Hand zu weisen, eine endgültige Klärung ist aber erst vermutlich im Laufe des Tages zu erwarten. Wie der Mikrobiologe Alexander Kekulé am Montag im ARD-Morgenamgazin erklärte, seien Sprossen ein ohnehin verdächtiges Gemüse, dass man hätte von Anfang an ins Visier nehmen müssen. Es ist besonders plausibel, da Sprossen eines der wenigen Gemüse ist bei denen Keime während des Wachstums in der Pflanze bleiben und nicht abgewaschen werden können. Sollte sich der Verdacht bestätigen und dies die einzige EHEC-Quelle sein, könne die Epidemie schnell eingedämmt werden. Noch müssen aber die Untersuchungen abgewartet werden. Die Warnung vor dem Verzerr von rohen Tomaten, Gurken und Salat gilt daher weiterhin.

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