Michael Oehme: Angst vor Altersarmut

Die Angst vor Altersarmut ist in Deutschland weit verbreitet. Vor allem Menschen mit geringem Einkommen,  denen die Rentenzeit noch bevorsteht, machen sich Sorgen über ihr Auskommen im Alter.  Wie kann Altersarmut verhindert werden? Sollte jeder für sich selbst für eine angemessene Rente sorgen und sich nicht auf die Versprechen der Politik verlassen?  Arbeitsministerin Ursula von der Leyen schlägt vor, niedrige Renten aufzustocken und somit Geringverdienern, die lange in die Rentenkasse eingezahlt und privat vorgesorgt haben, eine Zuschussrente zu ermöglichen. Mit Beitragsgeldern aus der Rentenkasse. Dieses Vorhaben sei eine Möglichkeit einen kleinen Teil des Rentenproblems lösen zu können. Der Sozialverband Deutschland fordert von der Bundesregierung einen Sofortplan gegen die drohende Altersarmut. Laut Verbandspräsident Adolf Bauer sei die geplante Zuschussrente „untauglich“, wie er der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ mitteilte. Zunächst müsse die Absenkung des Rentenniveaus gestoppt werden. CSU- Chef Horst Seehofer möchte vor der Bundestagswahl eine parteiübergreifende Lösung finden. Parteimitglieder von CDU und CSU würden sich in den nächsten Wochen konzeptionell mit dem Thema auseinandersetzten. Auch er wandte sich gegen die Idee der Zuschussrente. Eine weitere Option besteht darin eine Mindestrente einzuführen. In Deutschland gibt es nach aktuellem Recht keine Mindestrente, die Höhe der Rente errechnet sich also ausschließlich aus dem Geld, welches über das Arbeitsverhältnis einbezahlt wird. Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich fordert, statt der Rentenbeiträge die Stromsteuer zu senken.

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