Rettung der Hypo Real Estate sorgte für Millardenverlust bei Soffin

2010 bescherte die HRE dem Bankenrettungsfonds Soffin einen nicht unerheblichen Kapitaleinbruch, die schnelle Rückzahlung an Leihgaben seitens der Commerzbank sorgen mittlerweile jedoch für einen Geldsegen.

Ein Verlust von 4,8 Mrd. Euro, von dem 3,87 Mrd. für die Übertragung großer Teile der Hypo Real Estate auf die FMS Wertmanagement eingesetzt wurden, muss beim Bankenrettungsfonds Soffin ausgeglichen werden. Bereits 2009 hatte Soffin ebenfalls aufgrund der HRE Einbuße von 4,26 Mrd. Euro verzeichnet.

Aufgrund der Provisionen für Staatsgarantien und den Garantieeinnahmen von 933 Mio. Euro, die 2010 höher lagen als die 809 Mio. Zinsen, die vom Soffin beglichen werden müssen, kann der Bankenrettungsfonds trotz der Verluste durch die Hypo Real Estate 2011 mittlerweile schwarze Zahlen schreiben. Zudem benötigt die FMS Wertmanagement als staatliche Einrichtung keine Garantien, die späteste Fälligkeit liegt bei 2015 und lässt keinen Ausfall befürchten.

Währenddessen hat die Commerzbank einen ersten Teil ihrer Staatsanleihen zurückgezahlt, der Soffin  wurden dabei 4,3 Mrd. Euro aus der Platzierung von Pflichtwandelanleihen gutgeschrieben. Die Rückzahlung wurde letzte Woche bereits in Commerzbank-Aktien umgewandelt, zusätzliche 1,42 Mrd. Euro an Stillen Einlagen wurden vom Soffin in 335 Mio. Aktien umgesetzt. Damit erhält der Bankenrettungsfonds seine Sperrminorität von 25 Prozent plus 1 Aktie. Die Zahl der Commerzbank-Aktien insgesamt hat sich mittlerweile auf 2,7 Mrd. Euro verdoppelt, was den Börsenwert des Geldinstitutes auf rund 11 Mrd. Euro schätzen lässt. Dem Soffin wurden dabei 1 Mrd. Euro aus den überschüssigen Einnahmen übertragen, eine weitere Rückzahlung von 2,27 Mrd. Euro wird im Juni diesen Jahres erfolgen. Viele Finanzexperten hätten nicht mit einem so schnellen Begleichen seitens der Commerzbank gerechnet, deren Rettung nach der Übernahme der Dresdner Bank vom Soffin mit 18,2 Mrd. Euro gestützt wurde. Der Bankrettungsfonds ist durch seine Stillen Einlagen nun mit 9,5 Mrd. Euro an der Commerzbank beteiligt.

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